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Das Land ohne Eltern

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Weil es in Moldawien keine Arbeit gibt, ist aus jeder Familie mindestens einer im Ausland, um Geld zu verdienen. Zurück bleiben alte Menschen und Kinder. Die Salesianer Don Boscos kümmern sich um sogenannte Sozialwaisen.

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Keine Jobs, keine Entwicklung, wenig Geld und keine Perspektive für junge Menschen. So lässt sich die Situation in Moldawien zusammenfassen.

Der offizielle Name des Landes, das Rumänien als westlichen Nachbarn hat und ansonsten von der Ukraine umschlossen ist, lautet Republik Moldau. Inoffiziell wird es auch das Armenhaus Europas genannt.

Land im Wandel
Das Land befindet sich im Übergang vom Kommunismus, die Demokratie ist sehr wackelig, Korruption an der Tagesordnung. Zusätzlich schwächt der jahrelange Konflikt um die abtrünnige Teilrepublik Transnistrien die Wirtschaftskraft des Landes, da sich dort wichtige Teile der industriellen Produktion konzentrieren.

700.000 Menschen arbeiten im Ausland
Laut GIZ leben rund 4,4 Millionen Menschen in Moldawien, rund 700.000 Menschen haben das Land auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen bereits verlassen. Die Arbeitsmigranten gehen überwiegend nach Russland, Rumänien, Italien, Spanien, Belgien, in die Niederlande oder nach Kanada.

Viele Arbeitsmigranten lassen Kinder zurück
Das Geld der Arbeitsmigranten stabilisiert zwar den inländischen Konsum, allerdings fehlen qualifizierte Arbeitskräfte für nachhaltiges und produktives Wachstum im eigenen Land. Außerdem lassen viele der Arbeitsmigranten ihre Kinder zurück - als sogenannte Sozialwaisen.

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Das Leben ist einfach und meist arm in Moldawien.

Moldawien rangiert laut Deutschem Auswärtigem Amt beim Human Development Index auf Rang 114 von 187 Ländern.

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Graue oder beigefarbene Fassaden mit bröckelndem Putz, zerbrochenen Fenstern und durchhängenden Wäscheleinen prägen in weiten Teilen das Bild der Hauptstadt Chisinau.

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In der Hoffnung auf ein besseres Leben ziehen viele Moldauer vom Land in die Hauptstadt. Doch auch hier sind die Möglichkeiten begrenzt.

In der Stadt sind Mehrfachbeschäftigungen, Gelegenheitsjobs und Schwarzarbeit die Regel.

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Das monatliche Durchschnittsgehalt beträgt in Moldawien knapp 220 Euro. Das reicht zum Leben nicht aus.

In Chisinau kaufen vielen Menschen aus Zweiter Hand auf einem der Straßentrödelmärkte. 


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Auf dem Land ist die Situation meist noch schlechter als in der Hauptstadt. Die Hälfte der Menschen arbeitet immer noch mit vorsintflutlichem Handgerät auf den Feldern und es gibt fast keine Arbeitsplätze. 

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Die Menschen auf dem Land leben vor allem von Subsistenzwirtschaft. 

Landwirtschaft im großen Stil gibt es in Moldawien kaum. Der Boden ist zwar sehr fruchtbar, aber das Klima steht einer erfolgreichen Agrarwirtschaft im Weg.

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Das Leben auf dem Land ist hart. In den meisten Dörfern fehlt der Anschluss an das Wasser- und Abwassersystem, Straßen und Wege sind oft unbefestigt.

Die Menschen gehen nach Chisinau oder ins Ausland. Zahlreiche Dörfer sind verwaist.

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Ana, 8, und Mihail, 13, müssen ohne ihre Mutter aufwachsen. Natalia M. ist in Italien. Die Familie ist auf das Geld aus dem Ausland angewiesen.

Was Natalias Mann Vladimir verdient, reicht vorne und hinten nicht - zu hoch sind die Preise für Strom, Gas und Wasser, für Lebensmittel, Kleidung und Schulsachen.

Vladimir arbeitet im Schichtdienst in einer Tortenfabrik und ist daher oft nicht zuhause, wenn die Kinder aus der Schule kommen. Natalias Mutter Kati kümmert sich meist um ihre Enkel. 



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Als der dudelige Skype-Sound verkündet, dass ihre Mama anruft, ziehen sich Ana und Mihail zwei Stühle vor den kleinen Schreibtisch und rutschen so nah wie möglich an den Bildschirm. Sie können ein paar Basteleien zeigen und ein paar Worte wechseln - dann friert das Gesicht der Mutter ein. Die Verbindung ist abgerissen.


Seit fünf Jahren arbeitet Natalia M. in Italien, zur Zeit betreut sie eine alte und kranke Frau in deren Wohnung. Einmal im Jahr kommt Natalia für zwei Monate nach Hause - für acht Wochen.

„Es ist sehr schwer für mich, ohne meine Familie hier zu sein. Aber das Opfer müssen wir bringen“, sagt die 38-Jährige.

Natalia hat früher in Moldawien in einer Teppichfabrik gearbeitet - für 100 Euro im Monat. Jetzt verdient sie 900 Euro und kann davon jeden Monat 600 bis 700 Euro nach Hause schicken.



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Ana vermisst ihre Mama sehr. In einem ihrer Schulhefte hat die Achtjährige ein winziges Passfoto, das sie sich mit traurigem Blick ans Herz drückt, wenn man sie nach einem Bild der Mutter fragt.

"Wenn meine Mama da ist, freue ich mich am meisten, dass ich dann mit ihr in einem Bett schlafen kann", sagt Ana.

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Nur weil die Mutter weg ist, kann sich die Familie den Ausbau des Hauses leisten. Gerade wurden die beiden Zimmer der Kinder renoviert. Ana ist sehr stolz auf ihre neue Tapete.

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Pyccy J., 47, arbeitet seit fünf Jahren als Bauarbeiter in Russland. "Ab 40 bekommt man in Moldawien kaum noch Arbeit. Es ist schwer für mich, meine Familie zurückzulassen. Meine Mutter ist schon 80 Jahre und meine Schwiegereltern sind so schwer krank, dass meine Frau sich um sie kümmern muss."

Mit dem Geld, das er in Russland verdient, kommt die Familie kaum aus. 

Gerade ist er in der Heimat. Dann lebt er mit seiner Frau, seiner zehnjährigen Tochter und seinem zwölfjährigen Sohn in der kleinen Wohnung seiner Mutter. Es gibt ein Zimmer für ihn und seine Frau, ein Zimmer für die Oma und die beiden Kinder.



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Güter des täglichen Lebens kosten in Moldawien fast so viel wie in Deutschland. Die Menschen sind auf das Geld aus dem Ausland angewiesen. 


Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt, dass die Rücküberweisungen der im Ausland arbeitenden Moldauer rund 30 Prozent des Bruttosozialproduktes ausmachen.

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Es mangelt nicht nur an Arbeit, sondern auch an guter Ausbildung.

Es gibt zwar viele Berufsschulen in Moldawien, aber die Qualität ist sehr schlecht. Er werden Dinge unterrichtet, die überholt sind - an alten Geräten.

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Oft muss sich die Oma um ihre Enkel kümmern, 
weil Papa und Mama arbeiten.

Doch weil das Leben so hart ist, altern die
Menschen in Moldawien schneller und
sind manchmal mit der Kinderbetreuung
überfordert. 

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Unzählige Kinder sind in Moldawien als sogenannte Sozialwaisen auf sich gestellt. 

Ohne ihre Eltern mangelt es Kindern an Liebe, Halt und Vorbildern. Wenn sie nicht von Verwandten, der Schule, dem Jugendamt oder einer Hilfsorganisation aufgefangen werden, landen sie oft auf der Straße - oder gleiten in die Kriminalität ab.

Diese beiden Jungs leben im Don Bosco Zentrum  in Chisinau.

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Pater Gianfranco Ferrari

Leiter des Don Bosco Zentrums Moldawien

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Constantin hat das volle Elend eines Sozialwaisen erlebt: Er war drei, als seine Mutter ins Ausland ging - vier, als sein Vater sich scheiden und die Kinder alleine im Haus ließ. Constantins große Schwester übernahm die Verantwortung. Sie war damals fünf.


Wenn Constantin, 17, nach seiner Kindheit befragt wird, antwortet er nur stockend. Er schaut auf seine Hände, die er wie Knetmasse bearbeitet. „Das war eben einfach so“, antwortet er auf die Frage, wie zwei kleine Kinder ohne Eltern auskommen könnten. Immerhin kam tagsüber eine Tante vorbei und kümmerte sich. „Sie hat uns wie eine Mutter behandelt“, sagt Constantin.

Als Constantin zehn war, warf der Vater die beiden Kinder aus dem Haus und sie zogen zur Oma. "Von da an wurde es leichter für uns", sagt der junge Mann.

Constantin war elf, als er zum ersten Mal seine Mutter wiedersah. Damals hatte sie Heimaturlaub. Inzwischen hat seine Mutter eine Aufenthaltsgenehmigung für Italien und kommt ein bis zwei Mal pro Jahr nach Hause.


Constantin träumt davon, eines Tages in Moldawien eine Schweißerei zu eröffnen. „Ich glaube, es ist schwer, das Land zu ändern. Aber ich will es versuchen. Zuhause ist es immer am besten.“

Constantin macht bei Don Bosco eine Ausbildung zum Schweißer und will anschließend nach Italien gehen. Seine Mutter hat ihm schon einen Job besorgt. "Ich bleibe aber nur so lange, bis unser Haus gebaut ist und ich etwas Geld verdient und Erfahrung gesammelt habe. Dann kommen wir zurück", sagt der 17-Jährige. Constantins Mutter baut von dem Geld, das sie im Ausland verdient, ein Haus in dem Dorf, aus dem die Familie stammt.






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Otilia Sirbu, 39, arbeitet seit 2003 bei der Caritas Moldawien, seit mehreren Jahren ist sie dort Direktorin. Sie kennt zahlreiche Schicksale von Sozialwaisen:

"Es gibt unzählige Familien in Moldawien, in denen die Kinder völlig auf sich gestellt sind. Ich sehe jede Woche mindestens fünf schwere Fälle, in denen den Kindern entweder Gewalt zugestoßen ist oder sie allein gelassen wurden. 

Wir haben uns von einer Gesellschaft, in der es einen festen Halt durch die Unterstützung der Generationen gab, wegentwickelt. Heute ist es schwierig für Familienmitglieder, ihre Rollen zu finden. Wer ins Ausland geht, verliert seinen Platz in der Familie.

Sehr oft haben die Weggegangenen ein schlechtes Gewissen und versuchen das zu kompensieren. Sie schicken Geld, elektronische Geräte, Markenkleidung, Delikatessen. Aber gerade für Kinder ist das sehr destruktiv, weil sie die Eltern dann nur noch als Bankomat sehen.

Was Kinder brauchen, ist Liebe und eine Bindung. Ohne das sind Kinder verloren, sie fangen an zu trinken, nehmen Drogen, gehen in die Disko statt in die Schule.

Wenn ich politisch etwas zu sagen hätte, würde ich mich um gute Bildung kümmern, in die Wirtschaft investieren und höhere Qualitätsstandards für unsere Produkte durchsetzen. Bisher können wir auf dem europäischen Markt nicht mithalten."



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Viele moldauische Arbeitsmigranten bauen in der Heimat ein Haus. Doch nach der Rückkehr ist die Situation oft genauso schwierig wie zuvor: Die Menschen haben zwar im Ausland Berufserfahrung gesammelt, aber immer noch kein Diplom oder Zertifikat, um in Moldawien einen guten Job zu bekommen – die hier nach wie vor Mangelware sind.

Also müssen die Heimkehrer wieder schwarz oder unterqualifiziert arbeiten. Dann gehen sie wieder ins Ausland, nehmen vielleicht diesmal die Kinder mit und lassen ihre neuen Häuser zurück.

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Das Gimnaziul Nr. 31 liegt in einer sozial schwachen Gegend im Norden Chisinaus. Viele der Kinder und Jugendlichen, die hier zur Schule gehen, sind Sozialwaisen.

Von den insgesamt 400 Kindern leben zurzeit 43 Mädchen und Jungen mit nur einem Elternteil zuhause, elf leben ganz ohne Mutter und Vater.

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Nina Pinzaru, 62, ist seit 38 Jahren Lehrerin und seit 15 Direktorin der Schule Gimnaziul Nr. 31 in Chisinau. Seit etwa 16 Jahren beobachtet die Pädagogin mit Sorge das Phänomen der Sozialwaisen.


„Seit 2000 gehen die Menschen ins Ausland, in den vergangenen fünf Jahren sind die Zahlen gravierend gestiegen“, sagt die Pädagogin. „Das hängt mit dem wirtschaftlichen Niedergang Moldawiens nach dem Ende der Sowjetunion zusammen, aber auch mit den Möglichkeiten, die sich den Menschen mit den offenen Grenzen bieten.“

Nina Pinzaru kennt zahlreiche Geschichten von Jugendlichen, die alleine gelassen wurden und dann gewalttätig, alkoholabhängig oder kriminell wurden.

„Auf der anderen Seite sind Kinder, die mehr auf sich gestellt sind, aber auch selbstständig und manchmal besonders ehrgeizig. Viele haben den Blick auch schon ins Ausland gerichtet und wollen dort studieren.“

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Nina Pinzaru

Direktorin der Schule Gimnaziul Nr. 31

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Die Klassenzimmer des Gimnaziul 31 sind mit viel Liebe eingerichtet: Pflanzen, Gardinen, Bücherschränke und Bilder lassen eine heimelige Atmosphäre aufkommen.

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In der schuleigenen Küche wird jeden Morgen frisch gebacken. Hier können die Kinder frühstücken und Mittag essen.

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Die Salesianer wollen Kindern und Jugendlichen eine Perspektive in der Heimat bieten und betreiben seit 2005 in Moldawien ein Don Bosco Zentrum. Es liegt auf einem großen Gelände am nördlichen Rand von Chisinau.

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Don Bosco Moldawien hat seinen Sitz genau dort, wo Hilfe am meisten gebraucht wird:

in einem Viertel, in dem es einige kleine Häuser gibt, aber vor allem viele heruntergekommene Wohnblocks. Und Grundstücke, auf denen nicht viel mehr als ein großer Schuppen steht - und jede Menge Schrott. 

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Der Schwerpunkt der Arbeit der Salesianer ist das Oratorium.

Seit 2006 öffnen sie nachmittags die Tore des Don Bosco Zentrums für Kinder und bieten Hausaufgabenbetreuung, Spiel, Sport - und offene Ohren.

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Abends kommen die älteren Jugendlichen auf das Gelände der Salesianer. Sie spielen Basketball oder Fußball - und treiben sich dann nicht auf den Straßen von Chisinau herum.

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2011 wurde auf dem Gelände des Don Bosco Zentrums ein Familienhaus gebaut, in dem Kinder zur Pflege leben. Zur Zeit sind dort zehn Jungen im Alter von 7 bis 17 Jahren untergebracht.


Ihre Eltern sind entweder gestorben oder nicht in der Lage, sich angemessen um die Kinder zu kümmern. Das Jugendamt hat sie dann an Don Bosco vermittelt.

Wenn die Polizei oder Sozialarbeiter in Moldawien Kinder auf der Straße aufgreifen, bei einer Straftat erwischen oder aus einem familiären Konflikt befreien, bringen sie sie zuerst zum Jugendamt. Dort werden sie registriert und die passende Nothilfe wird gesucht.


Familiärer als staatliche Einrichtungen  
Im Familienhaus erhalten die Jungen eine ausgewogene Ernährung, psychologische Betreuung und eine Erziehung, die Werte in den Mittelpunkt stellt. 

"Die Casa famiglia ist familiärer als die meisten staatlichen Einrichtungen", sagt Pater Tiziano Baracco, Manager der Casa famiglia und Ansprechpartner des Jugendamtes bei Don Bosco Moldawien. "Wir möchten, dass sich die Kinder hier Zuhause fühlen."


Kontakt zur Familie wird gepflegt
Wenn die Kinder noch eine Familie haben, bemühen sich die Salesianer, dass der Kontakt weiter bestehen bleibt oder sich vielleicht sogar intensiviert. "Niemand kann die Familie ersetzen."

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Nicu, der Junge mit dem roten Rucksack, hat es bisher nicht leicht gehabt in seinem Leben. Zu seinem Vater besteht kein Kontakt, die Mutter hat ihn oft geschlagen und misshandelt. Einmal musste Nicu sogar ins Krankenhaus gebracht werden.  

Das Jugendamt hat den Zehnjährigen ins Familienhaus der Salesianer gebracht. Gerade hat er dort seine erste Nacht verbracht und geht nun zum ersten Mal in die neue Schule.Einer der anderen Jungs aus der Casa famiglia unterstützt ihn dabei.

Für die Schule hat Nicu von den Salesianern den Rucksack, Bücher und Hefte bekommen. Keine Selbstverständlichkeit in einem so armen Land wie Moldawien.

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Die Salesianer bauen auf ihrem Gelände Gemüse und Obst an. Es gibt Salat, Tomaten, Gurken, Erbsen, Kirschen, Trauben, Erdbeeren, Walnüsse. So bekommen die Kinder im Familienhaus gesundes und frisches Essen.

Corrado Camparmo, 59, ist seit zweieinhalb Jahren bei Don Bosco in Chisinau, arbeitet als Gärtner und Ausbilder an der Berufsschule.

"Man bräuchte eine Landwirtschaftsschule. Der Boden in Moldawien ist sehr gut, aber die jungen Menschen haben keinen Bezug dazu."


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2015 haben die Salesianer in ihrem Zentrum eine Berufsschule eröffnet und bilden in verschiedenen handwerklichen Berufen aus - an modernen Geräten und in Bereichen, die im Land gebraucht werden.

Die Schweißerwerkstatt ist die neueste Errungenschaft.

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Pater Gianfranco Ferrari

Leiter Don Bosco Zentrum Moldawien

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Besonders arme Menschen werden von Don Bosco mit Kleidung, Schuhen, Brillen, Lebensmitteln oder Reinigungsmitteln unterstützt. Einmal pro Woche können diese Dinge in der Kleiderkammer des Zentrums abgeholt werden.

In besonderen Fällen machen die Pater auch schon mal Hausbesuche.

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Tania Palaiciuc, 24, leitet seit anderthalb Jahren das Familienhaus bei Don Bosco und ist in dem Viertel aufgewachsen. 

Von den 24 Leuten aus ihrer Gymnasialklasse sind außer ihr nur noch sieben im Land. Alle anderen sind in Italien, Rumänien oder Russland.

"Ich wollte immer hier bleiben", sagt die junge Frau, die in ihrem Land etwas bewegen möchte.

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Tania Palaiciuc

Leiterin des Familienhauses Don Bosco Moldawien 

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Die Salesianer Don Boscos gehen nicht weg. Sie bleiben da, wo sie am meisten gebraucht werden. 

Don Bosco hilft benachteiligten Kindern und Jugendlichen in mehr als 130 Ländern weltweit.

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Kombilogo stra%c3%9fenkinder
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Don Bosco Mission Bonn
Sträßchensweg 3
D- 53113 Bonn

Tel. +49 228 539 65-20
FAX +49 228 539 65-65
info@strassenkinder.de
www.strassenkinder.de

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IBAN DE92370601930022378015
BIC GENODED1PAX



V.i.S.d.P.
Dr. Nelson Penedo, Don Bosco Mission Bonn

Fotos, Interviews, Texte und Produktion
Simone Utler - textlebendich
www.textlebendich.de

Die Namen aller Kinder und Jugendlichen in dieser Reportage wurden von der Redaktion geändert.


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